Am Ende stand aber ein 28:26.

Die Landesliga-Handballerinnen des SC 04 Schwabach haben die beiden Niederlagen gegen die beiden Spitzenteams Regensburg II und Post SV Nürnberg weggesteckt und sind mit einem 28:26-Erfolg gegen den HC Sulzbach-Rosenberg zurück in die Erfolgsspur gekehrt, der knapper aussieht als er eigentlich war. In der Tabelle bleibt die Mannschaft von Marcus Grüßner auf dem vierten Platz.

Im Titelrennen könnte es am 17. Spieltag eine Vorentscheidung gegeben haben. Spitzenreiter ESV Regensburg II behielt im Gipfelftreffen gegen die HSG Mainfranken klar mit 23:13 die Oberhand und vergrößerte den Vorsprung auf vier Zähler.

Doch zurück zum zweiten Schwabacher Heimspiel in Folge. Zwei Faktoren waren ausschlaggebend für den Sieg der Gastgeberinnen: die absolute Sicherheit vom Siebenmeterstrich (acht Versuche, acht Treffer) und vor allem ein Raketenstart. Schwabach überrannte in der Anfangsphase den Gast aus der Oberpfalz und führte nach zehn Minuten sage und schreibe mit 8:0. Die Zuschauer in der Goldschlägerhalle sahen im weiteren Verlauf der ersten Hälfte ein weitgehend ausgeglichenes Spiel, in dem Schwabach seinen Vorsprung mehr oder souverän bis zur 16:10-Pausenführung verwaltete, aber ohne den Schwung aus der Anfangsphase beibehalten zu können.

Auch nach dem Wechsel deutete zunächst nichts auf einen vergleichsweise engen Endstand hin. Näher als sechs Tore kamen die Gäste zunächst nicht heran, nach einer dreiviertel Stunde führten die Nullvierer mit 26:18.

Danach hielt allerdings der Schlendrian Einzug. Sulzbach-Rosenberg gelang zunächst ein 4:0-Lauf zum 26:22 und war 80 Sekunden vor Schluss fast wieder in Schlagdistanz (27:25). Melanie Bludau machte mit dem 28:25 den Deckel drauf, Sara Ertel, mit zehn Treffern Sulzbach-Rosenbergs Beste, konnte mit dem letzten Treffer der Partie nur noch Ergebniskosmetik betreiben.

Schwabach tat sich vor allem mit einer taktischen Umstellung in der Abwehr bei den Gästen schwer. Trainer Marcus Grüßner war deshalb nur zum Teil zufrieden mit der Leistung seines Teams. „Wichtig war, dass wir nach den Niederlagen gegen die Top-Teams wieder zwei Punkte auf unser Konto gebracht haben, zwar nicht mit spielerischen Mitteln, aber mit der richtigen kämpferischen Einstellung.“ Nächsten Samstag steht schon das nächste Heimspiel auf dem Programm. Dann gegen den abstiegsgefährdeten HC Forchheim. Der SC 04 ist dann klar favorisiert.

Es spielten:

Lorber, Schneider (Tor), Czöppan, Rapke (7/1), Dornisch, Häusler (2), Bludau (3), Schmidpeter, Schlegl (2), Fleiter, Lehner (1), Lubach (10/7)