Nur kurz gewackelt

Nicht einmal der ungewöhnliche Spielbeginn — gestern Mittag 12 Uhr — konnte den Handballerinnen des SC 04 Schwabach etwas anhaben. Die Schützlinge von Trainer Marcus Grüssner blieben auch bei der Drittliga-Reserve der TS Herzogenaurach in der Spur und landeten mit 22:19 (14:8) den vierten Sieg in Serie. Dabei zählen die Herzogenauracherinnen in der Landesliga Nord wahrlich nicht zu den Punktelieferanten. Vor diesem Spieltag hatten die Gastgeberinnen immerhin den vierten Tabellenplatz belegt. Mit ihrem Sieg zogen die Schwabacherinnen allerdings an Herzogenaurach vorbei auf Rang drei.

Zwar agierten die Schwabacher Damen über weite Strecken überlegen, am Ende aber wackelten sie doch ein wenig. „Zwei zusätzliche Auswechselspielerinnen hätten uns heute schon gut getan“, sprach Trainer Marcus Grüssner in einer ersten Analyse die doch dünne Spielerinnendecke beim SC 04 an. Gerade in der Schlussphase, als seiner Mannschaft etwas die Puste ausging, fehlten ihm die Alternativen, um ein wenig entgegen steuern zu können.

Nach einer stattlichen 14:8-Pausenführung folgte mit Beginn des zweiten Durchgangs die stärkste Phase der Gäste, die innerhalb von knapp vier Minuten den Vorsprung auf 18:8 ausbauten. Der Drops schien also gelutscht, zumal die Führung in der Folgezeit nicht merklich schwand. Doch plötzlich wackelten die Schwabacherinnen. Trainer Grüssner wollte seinen Mädchen zwar auch einmal eine schwächere Phase zugestehen („sie haben es sich verdient“), dass die Gastgeberinnen allerdings so nahe kommen würden, war nicht eingeplant.

Mit den Kräften schwand auch die Konzentration, und wenn dann auch noch eine gewisse Portion Pech hinzukommt, dann könne es schon mal eng werden, räumte der Schwabacher Trainer ein. Bis auf zwei Tore kam Herzogenaurach heran (17:19 und 18:20). „Aber wir haben dann doch noch einmal den Schalter umlegen können, über den Kampf fanden wir wieder zurück — und ließen uns dann den Sieg nicht mehr nehmen!“

Noch zwei Vorrundenspiele

Vor Weihnachten absolvieren die SC-04-Handballerinnen noch das Heimspiel am nächsten Samstag, um 18.30 Uhr, gegen HSG Pleichach, ehe die Vorrunde am 12. Januar 2020 in Marktsteft beschlossen wird.

Es spielten:

Schneider, Czöppan, Wälzlein (2), Dornisch, Häusler, Bludau (4), Schlegl (2), Fleiter (4), Lehner (1), Lubach (9/3)