SG Kernfranken : Frauen 2 (25:23)

„Es war das erwartete schwere und körperlich robuste Spiel gegen die Damen der SG Kernfranken, wie wir es aus den vergangenen Saisons bereits kannten. Aber wie die Kontrahentinnen in einem ihrer Spielberichte aus der vergangenen Saison bereits anerkannten, hatte die Schwabacher zweite Damenmannschaft bisher immer die Nase einen Ticken vorn – so auch an diesem Wochenende. Die Landesligareserve machte sich hoch motiviert auf die Reise nach Heilsbronn. Anreiz für diese Partie gab es mehrfach: Revanche für die Niederlagen der dritten Damen letzte Saison, Eroberung der Tabellenspitze, aber ganz besonders die Aussage des SG Kernfranken Trainers: „Ohne Unterstützung der Damen I können die Goldschlägerinnen angeblich nichts und werden auf Anhieb wieder absteigen“.

Es war angerichtet für das Kräftemessen. Beide Mannschaften starteten auf Augenhöhe in die Partie. Die SC04-Ladies kamen im eigenen Angriff gut zum Zug und konnten ihre Chancen meist in Zählbares ummünzen. Im Gegensatz dazu musste sich die Defensivreihe erst an die Gastgeberinnen akklimatisieren. Die Abwehr war nicht griffig genug und dadurch kamen ebenfalls die Gegnerinnen zu ihren Torerfolgen. Daraus ergab sich ein Spielverlauf von häufigen Führungswechseln, wobei sich die Mannschaften maximal mit 2 Toren absetzen konnten. Dieses „Spitz auf Knopf“ Spiel wurde bei Stand von 14:15 zugunsten der Goldschlägerinnen von der Halbzeitpause unterbrochen. Das Ausprobieren unterschiedlicher Abwehrformationen im ersten Durchgang hatte zur Folge, dass zum Pausentee die erfolgversprechendste Variante gefunden war.

Allerdings stellten auch die Hausdamen die Landesligareserve vor eine neue Herausforderung, indem sie R. Burkhardt in eine kurze Manndeckung nahmen. Daraufhin konnte die SG Kernfranken den kleinen Vorsprung beim 16:16 erneut egalisieren. Was nun folgte war ein Wechselbad der Gefühle. Die SC04-er konnten stets einen Vorsprung von 2 bzw. 3 Toren vorlegen, der postwendend wieder verkürzt wurde. In diesen Phasen agierten die Geck-Schützlinge teils schon ideenlos im Angriff und wussten nicht, wie sie sich nun gegen die offensive Abwehrformation verhalten sollten. Daraus resultierten eine Reihe unnötiger und vermeidbarer Ballverluste. Diese Fehler konnten aber besonders in den entscheidenden Momenten von der Defensive rund um die stark aufspielende Torhüterin Ramona Holstein ausgebügelt werden. Dadurch konnten die Schwabacherinnen stets eine eigene Führung auf der Anzeigetafel halten. Mit noch 1:21 Min auf der Uhr schafften die Gastgeberinnen schließlich doch den Ausgleichstreffer zum 23:23 und witterten endgültig ihre Chance, den Bock doch noch umzustoßen. Allerdings hatten die Damen aus Heilsbronn diese Rechnung, wie schon das gesamte Spiel über, ohne F. Spachmüller gemacht. Die Linksaußen leitete 55 Sekunden vor Schluss mit ihrem 8. Treffer des Spiels das Ergebnis wieder in die richtige Bahn und 19 Sekunden vor Abpfiff besiegelte E. Götz den Sieg von der Strafwurflinie aus.

Mit 23:25 bezwangen die Geck-Schützlinge den Rivalen und schieben sich damit auf den ersten Tabellenplatz!
Die Landesligareserve behält durch diesen enorm wichtigen Arbeitssieg ihre weiße Weste und möchte diese auch im nächsten Ligaspiel weiter verteidigen.
An dieser Stelle noch ein großer Dank an alle mitgereisten Fans!!!

Es spielten:

Kugler, Holstein (beide Tor); Hager (1), Burkhardt (3), Lehner (1), Haaf, Marticke (4), Götz (4/1), Scholwin (2), Doana, Laise (2/2), Seitz, Spachmüller (8)“