Null Punkte, fünf Gründe: Männer 1 durften nach über 30 Jahren wieder in der Landesliga ran.

Das erste Punktspiel auf Verbandsebene seit mehr als 30 Jahren haben die Handballer des SC 04 Schwabach in den Sand gesetzt, wenn auch knapp. Bei der Bayernliga-Reserve der SG Regensburg II verlor der BOL-Aufsteiger und Neu-Landesligist 19:21 (7:10).

Mathias Geck brachte den Neuling zwar in Führung. Auch Christian Lutsch mit Treffern zum 2:1 und 3:2 sorgte dafür, dass der Underdog zwischenzeitlich etwas mehr auf der Anzeigentafel vorzuweisen hatte als Gastgeber Regensburg. Doch mit einem 8:3-Lauf wendeten die Bezirkshauptstädter das Blatt.

Mehrfach in Führung

Nach dem Wechsel kämpfte sich der Aufsteiger Tor um Tor heran. Sebastian Sluik schaffte in der 38. Minute wieder den Ausgleich, Tobias Schwarz gelang die 13:12-Führung für Schwabach. Nach 43 Minuten stand es sogar 15:13 für den Gast, die ersten beiden Landesliga-Punkte waren schon in Sichtweite. Doch erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Regensburg blieb dran. Entscheidend die letzten Minuten. Björn Reitz’ Treffer zur Schwabacher 19:18-Führung in der 55. Minute sollte das letzte Tor der Gäste sein. Regensburg dagegen hatte noch etwas im Köcher und packte durch drei Tore in den letzten zwei Minuten die ersten zwei Zähler auf das Konto.

Fünf Gründe für die Schwabacher Niederlage: Erstens: Mathias Geck foulte sich schon nach 35 Minuten mit der dritten zwei-Minuten-Strafe aus dem Spiel. Kreisläufer und Abwehrchef Stefan Reichel wurde sogar schon nach 24 Minuten wegen zu harten Einsteigens dauerhaft auf die Tribüne verbannt.

Zweitens: In der hitzigen Schlussphase handelte sich ausgerechnet Trainerfuchs Georg Lutsch eine Zwei-Minuten-Strafe ein, die ein Spieler absitzen musste. „Das darf mir nicht passieren“, so Lutsch.

Drittens: Die letzte Schwabacher Auszeit nach 57 Minuten war ein Rohrkrepierer. Danach trafen nämlich nur noch die Hausherren.

Viertens: In Regensburg wird mit geharzten Bällen gespielt. Das ist Schwabach nicht gewohnt.

Und fünftens: Die Schwäche vom Punkt: Nur einer von vier Siebenmeter wurde verwandelt.

Trotzdem sah Georg Lutsch ein vor allem in der Abwehr starkes Spiel seiner Mannschaft. „Darauf können wir aufbauen.“

Heimpremiere ohne Zuschauer?

Vielleicht schon nächsten Samstag im ersten Heimspiel gegen die HSG Fichtelgebirge. Das Hygienekonzept steht. Möglicherweise wird es zunächst aber ohne jegliche Zuschauer getestet. Ansonsten dürfen laut städtischer Vorgabe höchstens 30 Interessierte Beobachter in die geräumige Goldschlägerhalle.

Es spielten:

Ott, Walwei (Tor), Spiegel, Rösch (1), Geck (3), Halbig (1), Schwarz (2), Meyer (1), Lutsch (7/1), Reichel, Hufnagel, Reitz (1), Sluik (3), Götz.