„Seit Juni“, so Trainer Marcus Grüßner, bereiten sich die Handballerinnen des SC 04 Schwabach auf die neue Saison in der Landesliga Nord vor. Eine lange Zeit, aber man wolle nichts dem Zufall überlassen.Schließlich habe man Ziele, und die sind nach Platz drei in der Vorsaison ziemlich hoch gesteckt. „Wir wollen schon etwas besser abschneiden als in der vergangenen Saison“, ließ der Trainer durchblicken.

„Etwas besser“ bedeutet mindestens Platz zwei. Eine Position, die der VfL Günzburg in der Vorsaison genutzt hatte, um neben dem souveränen Meister TSV Winkelhaid über die beiden Relegationsspiele gegen München- Laim in die Bayernliga aufzusteigen. „Ja, wir haben schon ehrgeizige Ziele“, aber was soll Grüßner da schon sagen. Nur um den Klassenerhalt spielen zu wollen, nimmt dem Vorjahresdritten wohl niemand ab. Grüßner weiß seinen erfolgreichen Kader hinter sich, der zudem auf einer Rückraumposition verstärkt werden konnte.

Clara Meier zog mit ihrem Lebensgefährten aus Köln ins Fränkische. „Mit dem Polizei-Sportverein Köln hat sie Oberliga gespielt, vergleichbar mit unserer Bayernliga“, so der Schwabacher Trainer. Darüber hinaus konnte eine Lücke geschlossen werden, die durch den Weggang von Torhüterin Maria Klier zum TSV Altenberg entstanden war. Von der HG Zirndorf, Vizemeister der Bayernliga, wechselte Alexandra Lorber nach Schwabach.

Kein Pokal

Der Kader steht, es kann also los gehen. Und es geht in gut einer Woche los mit einem Auswärtsspiel am Sonntag, 15. September, 16 Uhr, bei der SG Kunstadt-Weidhausen, die neben dem Lokalrivalen TSV Wendelstein und dem TV Marktsteft aus der Bezirksoberliga aufgestiegen ist. Ihr erstes Saison-Heimspiel bestreiten die SC-04-Handballerinnen dann am Samstag, 21. September, um 18.30 Uhr, in der Goldschlägerhalle gegen ESV Regensburg II.

Ursprünglich hätte man ja an diesem Wochenende das erste Pflichtspiel bestreiten müssen. Im Pokal wäre die (weite) Reise Richtung Altötting gegangen, um dort in der ersten Runde auf die HSG Pleichach zu treffen. Doch die Schwabacherinnen verzichteten. In erster Linie deshalb, weil es eine Woche vor dem Landesliga- Start die eine oder andere Spielerin vorzog, vor der langen Saison noch ein wenig auszuspannen und wegzufahren.

Die Tatsache, dass wohl in der zweiten Pokalrunde mit der TS Herzogenaurach ein Drittligist warten dürfte, habe eher keine Rolle für die Absage gespielt, ließ Marcus Grüßner durchblicken. Der Trainer wäre ohnehin nicht dabei gewesen, weil just an diesem Wochenende seine kirchliche Trauung Vorrang genießt. Ein Grund für die Absage wäre auch das nicht gewesen, weil die Spielerinnen auch die Aufgabe des Coachens übernommen hätten. Das Derby in der Liga gegen den Neuling TSV Wendelstein geht übrigens am 23. November zuerst in Schwabach über die Bühne. Das Rückspiel ist für den 23. März geplant. Für die Wendelsteinerinnen beginnt das Abenteuer Landesliga mit einem Auswärtsspiel beim HC Forchheim am Sonntag, 15. September, um 16.30 Uhr. Drei Mal müssen dieWendelsteinerinnen auswärts ran, ehe es am Sonntag, 13. Oktober, 16 Uhr, gegen Herzogenaurach erstmals in die Gymnasiumshalle geht.