Ab sofort geht es um Platz zwei. Landesliga: Tabellenführer Mintraching hängt die Frauen I 26:15 ab

Seit Samstag ist das Meisterschaftsrennen in der Handball-Landesliga Nord der Frauen entschieden. Tabellenführer SG Mintraching/Neutraubling hängte mit einem 26:15 seinen Verfolger SG Schwabach/Roth ab.

Bei fünf Punkten Differenz und drei ausstehenden Spielen ist für die Schwabacherinnen theoretisch noch der Titel drin, doch bei ihrer derzeitigen Form müssen sie sich eher davor in Acht nehmen, dass ihnen der HC Sulzbach/Rosenberg den Relegationsplatz wegschnappt. Allerdings verlor auch Sulzbach mit 20:21 in Obertraubling und liegt weiter vier Minuspunkte zurück. Bei Punktgleichheit hätten die Goldschlägerinnen den Vorteil, im direkten Vergleich um drei Treffer besser dazustehen.

Auf die Spielzüge des Spitzenreiters hatten sich die Schwabacherinnen ganz gut eingestellt. Sie ließen in der ersten Viertelstunde nicht viel zu und waren mit dem Zwischenstand von 4:4 dran.

Es folgte jedoch ein Durchhänger, der auf eine schwache Angriffsleistung zurückzuführen war. Viele gute Chancen wurden verworfen. Die Gastgeberinnen zogen auf 10:5 davon. Im Spiel hielt die Mittelfränkinnen die ausgezeichnete Miriam Schneider im Tor, die unter anderem die ersten beiden Siebenmeter entschärfte. Weil die Schützin des zweiten Strafwurfes, Carina Stöhr, der Keeperin dabei ins Gesicht warf, sah sie die rote Karte.

Nachdem Gästecoach „Fips“ Scharnowell den gelben Karton gesehen und sich die Gemüter beruhigt hatten, versenkte Barbara Benz den ersten Siebenmeter des Tabellenzweiten zum 8:11 im Kasten. Das war auch der Halbzeitstand und ließ noch auf einen besseren zweiten Durchgang hoffen.

Erst recht, als die Gastgeberinnen unmittelbar nach der Pause eine Zeitstrafe kassierten und Amelie Rapke mit einem Doppelpack die Gäste auf 10:12 heranbrachte. Doch diesmal riss der Faden noch gründlicher als im ersten Abschnitt. Eine Viertelstunde lang blieben die Schwabacherinnen ohne eigenen Treffer. Dafür luden sie Mintraching mit technischen Fehlern im Angriff zum Tempogegenstoß ein. Gegen den Primus der Liga darf man sich so etwas natürlich nicht erlauben. Der zog auf 20:10 davon und hatte damit den Sieg in der Tasche. Die letzte Viertelstunde verlief wieder einigermaßen ausgeglichen. Schwabach war etwas länger in Unterzahl und verlor schließlich mit 15:26. Amelie Rapke setzte dabei mit ihrem dritten Treffer den Schlusspunkt unter eine Partie, bei der sich ungewöhnlich wenige Gäste-Spielerinnen in die Trefferliste eintrugen.

Es spielten:

Maria Klier, Miriam Schneider (Tor), Julia Schadt, Amelie Rapke (3/1), Katrin Götz, Christine Lehner, Christina Dornisch, Lisa Roser (1), Barbara Benz (5/1), Mira Schlegl (4), Bettina Schmidpeter (1), Andrea Lehner (1), Sylvia Stöhr.