Erster Stresstest für die Handballer der SG Schwabach/Roth

Normalerweise sitzt man am Samstag Abend um 20 Uhr gemütlich auf der Couch. Nicht so die Handballer der SG Schwabach Roth, die in dieser noch jungen Saison ihr erstes Auswärtsspiel beim ESV Flügelrad bestritten.

Die Vorgaben waren von Anfang an klar. Über eine aggressive und konzentrierte Abwehrarbeit wollte das Team ins Spiel kommen und mit schnellen Tempogegenstößen leichte Tore erzielen. Doch die „Rädla“ machten es der SG ziemlich schwer. Die Abwehr stand in der kompletten ersten Halbzeit leider viel zu passiv und machten es ihren Torhütern dadurch extrem schwierig ins Spiel zu kommen. Nach zehn Minuten hatten die Schwabacher bereits neun Gegentore zu verzeichnen. Im Angriff wurde einige Male zu überhastet abgeschlossen. Somit lag die Mannschaft von Johannes Sagmeister verdient mit drei Toren zurück. Nach dem die Schwabacher Spieler einen Blick auf die Anzeigentafel genommen hatten, versuchten sie nun über den Kampf ins Spiel zu kommen. Der Angriff erarbeitet sich immer wieder Chancen, die nun klar genutzt wurden. Dadurch konnte man zur Halbzeit mit einem Tor Vorsprung, beim Stand von 17:18, in die Kabine gehen.

In der Halbzeit wurde das Augenmerk auf die Abwehrarbeit gerichtet, da die SG mit 17 Gegentoren auf keinen Fall zufrieden sein konnte.

Zurück aus der Halbzeit war die Deckung der Schwabacher sehr aggressiv und konnte sich einige Bälle erkämpfen. Akos Werres kam zu seinem Debüt im Trikot der Goldschläger und erzielte zwei blitzsaubere Tore. In der 40. Spielminute konnte sich die SG auf 25:20 absetzen. Dann kam ein Bruch ins Spiel der Sagmeister-Truppe. Durch einige vergebene Chancen und eine zu passive Abwehrarbeit kam der Gegner zurück ins Spiel. Ehe man sich versah, gerieten die Schwabach/Rother beim Stand von 25:26 mit einem Tor in Rückstand. Nun packten die SG’ler ihren Kampfgeist aus und stemmten sich mit allem gegen die drohende Niederlage. Das Spiel war an Spannung kaum zu überbieten und zum Schluss behielten die Schwabacher die Nerven und entführten zwei äußerst wichtige Punkte aus Flügelrad.

Die Abwehrarbeit der zweiten Halbzeit kann sich mit 12 Gegentore sehen lassen. 31 Auswärtstore sind eine hervorragende Bilanz und so kann das Team voller Selbstbewusstsein in das nächste Spiel gehen.

Es spielten:

Aufstellung: Juric/Willi (Tor), Seidling (1), Geck (3), Halbig (1), Schöner (1), Nester (1), Götz (4), Reichel (4), Lutsch (5), Werres (2), Scheibel (1), Zschunke (8/4);