Bei seinem Plan, nördlich des Fußballstadions einen überdachten Skaterhockey-Platz zu bauen, kann der SC 04 Schwabach auf die Unterstützung der Stadt zählen. Der Hauptausschuss stimmte in seiner jüngsten Sitzung einstimmig zu, einen Zuschuss von maximal 63600 Euro für das Großprojekt zu gewähren. Das wären 20 Prozent der auf 318 000 Euro geschätzten Gesamtkosten.

Mehr noch: Der städtische Zuschuss soll, wie in solchen Fällen üblich, nicht erst 2020 fließen, sondern mittels Nachtragshaushalt schon in diesem Jahr. Die 2014 gegründete Skaterhockeyabteilung will nämlich so bald wie möglich loslegen. Angebote sind zum Teil schon eingeholt, der Bauantrag ist gestellt. Wenn alles gutgeht, könnten schon im August die Kugeln – Skaterhockey wird anders als Eishockey nicht mit einem Puck, sondern mit einem Hartplastikball gespielt – über den Asphalt- oder Betonplatz rollen.

Stadtkämmerer Sascha Spahic sprach in der Sitzung des Hauptausschusses von einem „begrüßenswerten Vorhaben“. Der SC 04 Schwabach tue damit das, was die Stadt immer gefordert habe: „Er sucht sich neue Betätigungsfelder.“ Die Stadt Schwabach hat dem Fusionsverein SC 04 Schwabach in finanziell ganz schwierigen Zeiten über einen längeren Zeitraum hinweg unter die Arme gegriffen, bis 2018 gab es einen jährlichen Sanierungsbeitrag, 2019 wird dieser aber nicht mehr fließen (müssen). „Der Verein ist saniert“, so Spahic.

„Attraktives Vorhaben“

Auch bei den Stadträten stieß das Projekt auf großes Wohlwollen. „Das ist ein attraktives Vorhaben mit einer sinnvollen ökologischen Komponente“, fasste Werner Sittauer (SPD) zusammen.

Wie berichtet, baut der SC 04 Schwabach mit Hilfe von Zuschüssen von Stadt und Bayerischem Landessportverband (mutmaßlich 50000 Euro) „nur“ den Platz samt Rundumbande und Gerätehäuschen. Das Dach finanziert die Agenda21-Gruppe „Bürgersolaranlagen in Schwabach und Umgebung“ vor. Das neue Dach wird dann nämlich, ebenso wie das Tribünendach und das Dach auf dem SC04-Funktionsgebäude, mit Photovoltaikmodulen belegt. Insgesamt ist Platz für eine Anlage von 250 Kilowatt / peak. Diese produziert pro Jahr weit über 200000 Kilowattstunden Ökostrom. Das reicht rechnerisch für rund 70 Familien, pro Jahr werden so 95 Tonnen des Klimakillers Kohlendioxid eingespart.

Stadtrat Dr. Gerhard Brunner von der Agenda21-Gruppe hat nach eigenen Angaben die Zusagen von Investoren für den Bau des Daches und der PV-Anlage zusammen. In den nächsten Wochen werden diese Investoren, wie in solchen Fällen üblich, eine eigene Gesellschaft gründen.