Besser als zuletzt, aber nicht gut genug: Landesliga-Frauen verlieren erneut

Die Landesliga- Handballerinnen des SC 04 Schwabach sind aus der Erfolgsspur geraten. Das 25:27 (10:13) gegen den TSV Winkelhaid war schon das dritte Spiel in Folge ohne Sieg für die Mannschaft von Marcus Grüßner. Der Coach wollte seinem Team aber keinen Vorwurf machen. „Wenn wir so in den vergangenen beiden Spielen agiert hätten, hätten wir diese gewonnen.“ In der Tat hatten die Gastgeber in diesem Spitzenspiel gegen den Rangzweiten einige ganz starke und auch etliche gute Phasen. Unter dem Strich gaben aber jene Minuten den Ausschlag, in denen die Einheimischen sich kurze Auszeiten nahmen. Winkelhaid nutzte das schonungslos aus.

Das Spiel kam nur schwer in Gang, fast fünf Minuten dauerte es bis zum ersten Tor. Schwabach erspielte sich dann aber leichte Vorteile und ging Mitte der ersten Hälfte mit 6:4 in Führung. Dann herrschte minutenlang Funkstille im Angriff, was die Gäste zu einem letztendlich vorentscheidenden 9:1-Lauf zu einer zwischenzeitlichen 13:7-Führung nutzten. Weil Schwabach seinerseits in den letzten Minuten vor der Pause mit einem 3:0-Lauf konterte, schien beim Halbzeitstand von 10:13 aus Sicht der Gastgeberinnen noch alles offen.

Der SC 04 kam im zweiten Durchgang vor einer durchaus ordentlichen Kulisse einige Male auch bis auf ein Tor heran, doch mehr als am Punktgewinn schnuppern ließ Winkelhaid den Bayernliga- Absteiger nicht mehr.

Starke Torhüterin

Entschieden wurde das Spiel diesmal auf der Torhüterinnen-Position. Miriam Schneider hielt auf Schwabacher Seite nicht schlecht, aber ihr Gegenüber Franziska Samac war einfach besser. Zudem hatten die Gäste mit der 13-fachen Torschützin Christina Räbel die überragende Spielerin in ihren Reihen. Stark vor allem, mit welcher Sicherheit sie ihre sechs Siebenmeter verwandelte. Und Schwabach? Vermisste die nach wie vor verletzte Amelie Rapke. Gegen die robusten Winkelhaiderin hätte die wendige Spielmacherin in vielen Eins-zu-Eins-Situationen vielleicht den Unterschied ausgemacht.

Zeit zum Durchschnaufen

Zwei Wochen bleiben nach der Niederlage Zeit zum verschnaufen. Dann geht es gegen Spitzenreiter Günzburg. Die Wochen der Wahrheit für den SC 04 gehen also noch ein bisschen weiter.

Es spielten:

Schneider, Klier (Tor), Czöppan, Wälzlein, Dornisch (2), Roser (1), Häusler (1), Bludau (3), Benz (6/1), Schlegl (1), Schmidpeter (3), Lehner (1), Laise (1), Lubach (7/3)