Samstag Abend 19 Uhr ist eine schöne Zeit um den Tag entspannt ausklingen zu lassen. Nicht so für die Handballer der SG Schwabach/Roth, die ein schweres Auswärtsspiel beim ungeschlagenen Tabellenführer MTV Stadeln zu bestreiten hatten.

Von Anfang an entstand ein sehr faires und umkämpftes Spitzenspiel, das den Namen Spitzenspiel absolut verdient hatte. Auf beiden Seiten standen zwei Abwehrreihen, die in der ersten Halbzeit sehr gut funktionierten. Dabei hätte die Abwehrarbeit unterschiedlicher nicht sein können. Eine sehr defensive, fast lethargisch wirkende 6:0 Abwehr auf Stadelner Seite und eine sehr offensive, agile und kampfbetonte Abwehr auf Seiten der SGler. Genau diese Abwehr war am Samstagabend für die SG der Schlüssel zum Punktgewinn. Den Abwehrrecken auf Schwabacher Seite gelang es immer wieder einfache Ballverluste zu provozieren und so konnten einige „leichte“ Tore in der ersten Halbzeit erzielt werden. In der ersten Hälfte konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen und so wurde beim Stand von 14:14 die Seiten gewechselt.

In der zweiten Halbzeit wechselte die Führung ständig hin und her, bis sich die Stadelner einen drei Tore Vorsprung erkämpft hatten. Dies lag an dem ein oder anderem überhasteten Abschluss auf Schwabacher Seite, die mit einfachen Gegentoren bestraft wurden. Durch einen starken Kampfgeist brachten sich die SGler wieder auf ein Tor heran und beim 27:28 traf man sich wieder auf Augenhöhe. Durch einige Zeitstrafen für die Gäste konnten sich die Stadelner entscheidend auf 30:27 absetzen. So sah die Heimmannschaft in der 58. Spielminute schon wie der sichere Sieger aus. Da der Kampfgeist der SGler zu keiner Sekunde nach gelassen hatte, wurde der Angriff der Gegner mit der starken Abwehrleistung so unter Druck gesetzt, dass diese in der entscheidenden Phase völlig den Faden verloren hatten. Michi Motzelt war es, der zehn Sekunden vor Schluss die Schwabacher Fans zum Jubeln brachte und den entscheidenden Tempogegenstoß sicher zum 30:30 verwandelte.

Die starke Abwehrleistung der SG lässt auf die folgenden Spiele aufbauen. Auch 30 Auswärtstore gegen so eine starke Stadelner Abwehr müssen erst einmal geworfen werden. Somit können die Schwabacher mit ihrer starken Leistung absolut zufrieden sein.

Es spielten:

Juric/Willi (Tor), Geck (2), Halbig (2), Götz (4), Reichel (2), Lutsch (7), Scheibel, Zschunke (7), Miethsam, Motzelt (2), Schwarz (3), Reitz (1), Wollenschläger,