Jubel und große Erleichterung.-Frauen I finden mit einem 23:16 über Forchheim in die Erfolgsspur zurück

Aufatmen bei den Landesliga-Frauen der SG Schwabach/Roth: Nach zwei Niederlagen am Stück besiegte der Tabellenführer den kampfstarken HC Forchheim in der heimischen Goldschlägerhalle nach zähem Beginn am Ende sicher mit 23:16 (10:8).

Nicht nur Trainer Wolfgang „Fips“ Scharnowell fielen ein paar Felsbrocken vom Herzen. „Die Anspannung war nach den zuletzt mäßigen Leistungen natürlich groß“, so der Coach. „Umso größer ist jetzt die Erleichterung.“

Die Erleichterung ist vermutlich auch deshalb so groß, weil in der Rückrunde der Landesliga deutlich weniger planbar erscheint als in der irgendwie übersichtlicher daherkommenden Vorrunde. Die Mannschaften sind, was die Leistungsstärke angeht, deutlich näher zusammengerückt. Inzwischen scheint jeder jeden schlagen zu können.

Jeder schlägt jeden

Das war auch an diesem Wochenende wieder abzulesen. Schwabach/Roth erkämpfte sich den erhofften Arbeitssieg gegen eine kampfstarke Forchheimer Mannschaft. Jene kampfstarke Forchheimer Mannschaft, die vor zwei Wochen den Rangdritten Sulzbach/Rosenberg bezwungen hatte. Und Sulzbach/Rosenberg wiederum hatte vergangene Woche die SG Schwabach/Roth aus der Halle geschossen.

Auch SG-Verfolger Mintraching/Neutraubling ist derzeit nicht frei von Schwächen. Nach der Niederlage der Vorwoche, durch die Roth/Schwabach weiter alleine an der Tabellenspitze blieb, gab es an diesem Samstag nur einen hauchdünnen 28:27-Erfolg im Derby gegen Obertraubling.

20 Minuten Anlauf

Zum Spiel der SG Schwabach/Roth: Knapp 20 Minuten lang mussten die Fans auf den Tribünen fürchten, dass der Negativlauf des Spitzenreiters anhält. Meist lief die Mannschaft von Fips Scharnowell einem Ein-Tore-Rückstand hinterher. Dann gelang der SG durch Tore von Schlegl, Thom und Schmidpeter der erste von drei 3:0-Tore-Läufen, der aus einem 6:7-Rückstand einen 9:7-Vorsprung machte. Zur Halbzeit stand es 10:8.

Nach dem Wechsel sorgten die Gastgeberinnen mit zwei weiteren Drei-Tore-Läufen von 13:10 auf 16:10 und von 18:13 auf 21:13 für die Vorentscheidung. Am Ende stand ein relativ standesgemäßer 23:16-Erfolg.

Was Trainer Scharnowell besonders freute: Angeschlagene Spielerinnen wie Amelie Rapke stellten sich in den Dienst der Mannschaft. Die behielt in engen Momenten Ruhe und Übersicht. Und: Sie ließ sich auch von einer umstrittenen Roten Karte gegen Kreisläuferin Bettina Schmidpeter nicht aus der Erfolgsspur drängen.

Schmidpeter gehörte mit ihren fünf Toren zu den treffsichersten Werferinnen der Gastgeberinnen. Übertroffen wurde sie nur von der siebenfachen Schützin Barbara Benz. Benz bewies vor allem vom Siebenmeterstrich – vier Treffer bei vier Versuchen – große Nervenstärke. Und das nur einen Tag nach der Beerdigung ihres Großvaters, des Hilpoltsteiner Altbürgermeisters Leo Benz.

Drei Wochen Pause

Der Tabellenführer darf jetzt erst einmal durchschnaufen. Drei Wochen handballerische Faschingsferien sieht der Spielplan vor. „Die Pause kommt gerade richtig“, findet Trainer Scharnowell. Genügend Zeit also, um im Training „an den Kleinigkeiten zu arbeiten, die im Sport ja oft große Auswirkungen haben“, so der Coach. Weiter geht es erst wieder am 18. März, dann mit einem Auswärtsspiel beim Rangvierten, der HSG Mainfranken.

Es spielten:

Klier, Schneider (Tor), Schadt, Rapke (1), Götz, C. Lehner, Dornisch, Roser, Thom (3), Benz (7), Schlegl (2), Schmidpeter (5), A. Lehner, Stöhr (3).