Kleiner Denkzettel für die Handballer: SG Schwabach/Roth verlor 30:36 beim TSV Lichtenau

Die Handballer der SG Schwabach/Roth blieben beim TSV Lichtenau ohne Chance und kassierten mit 30:36 die erste Saisonniederlage in der Bezirksoberliga.
Vor der Partie war die Erwartungshaltung sehr hoch, hatten doch die Schwabacher mit tollem Handball und überzeugender Abwehr bislang alle Spiele in Liga und Pokal für sich entscheiden können. An eine Fortsetzung glaubten nicht nur die Spieler, sondern auch die vielen mitgereisten Fans — die ein ganzes Drittel der Halle in Neuendettelsau einnahmen und ihre Schützlinge zum nächsten Sieg schreien wollten.

Ehe man sich versah, blickte man jedoch ausschließlich in ratlose Gesichter in roten Trikots. Nach einer komplett verschlafenen Anfangsphase und beim Stand von 5:1 für den TSV Lichtenau sah sich Coach Johannes Sagmeister erstmals zum Handeln gezwungen. Doch auch die Auszeit nach sieben Minuten konnte die Gäste nicht wachrütteln. Geduldige Lichtenauer spielten ihre Angriffe konsequent zu Ende und nutzten die vielen Lücken in der Schwabacher Abwehr eiskalt aus. Eben jene Abwehr, die bisher als beweglich und körperbetont gelobt worden war, fand über 60 Minuten kein Mittel gegen die flinken Rückraumspieler der Gastgeber. Über den Zwischenstand von 7:15 rettete man sich mit einem Sechs-Tore Rückstand in die Kabine und hatte das erste Mal an diesem Nachmittag Zeit, um etwas zu verschnaufen.
Hoher Kraftaufwand
Die Schwabacher machten sich nach Wiederanpfiff auf, zumindest die Kreise der Lichtenauer Torjäger Neubauer und Mayer einzuschränken. Auch wenn bis auf den Kampfgeist der Gäste nicht viel Besserung zu beobachten war, kam die SG durch hohen Kraftaufwand sogar einmal bis auf vier Tore heran (27:23). Passend zu der Aufholjagd erhielten zwei Schwabacher Spieler fragwürdige Zeitstrafen von dem sonst gut leitenden Schiedsrichterteam — dies zog den Gästen endgültig den Zahn. Die Lichtenauer nutzten dies gnadenlos aus und entschieden mit sechs Toren in Folge das Spiel binnen kürzester Zeit.
Der Endstand von 36:30 kann sogar noch als schmeichelhaft bezeichnet werden, denn alle, die es an diesem Sonntag mit den Schwabachern fieberten, erlebten eine Auswärtsreise zum vergessen. Ein typischer Fall von „Aufstehen, weitermachen!“, weil bereits am nächsten Samstag mit der HG Zirndorf der nächste starke Gegner in der Goldschlägerhalle zu Gast sein wird.