Damen am 29.01.2012 gegen TSV Wendelstein Drucken E-Mail

Schön ist was anderes

Am Ende zählte für SG Damen aber nur der Derbysieg

Kein schönes Handballspiel, aber ein sicherer Erfolg. Unter dem Strich war am Auftritt der SG Damen beim Tabellenschlusslicht TSV Wendelstein nichts auszusetzen. Wenngleich der 22:14 Sieg nicht hoch genug ausfiel. Zumindest dann nicht, wenn man die Analyse von Trainer Richard Dittrich hört. Denn nach einer 5:0 Führung hatten „seine“ Schützlinge einen echten Durchhänger, machten sich Leichtsinnsfehler, Abspiel- und Abschlussschwächen breit. „ Da haben wir viel liegenlassen“, meinte der Coach, der aber durchaus Verständnis zeigte.


Denn zum einen hätten die Wendelsteiner Gastgeberinnen beinahe schon „Anti-Handball“ gezeigt, zum anderen tue sich die SG mitunter schwer, als Tabellenführer die Spannung immer hoch zu halten.
Die Begegnung Erster gegen Letzter begann wie erwartet : Schnell führten die SG
Damen 5:0, fühlten sich dann aber wohl zu sicher. Die Folge : Wendelstein kam mit
drei Treffern heran, die Gäste vergaben reihenweise Chancen und verwarfen auch
zwei Siebenmeter. Über ein 6:3 und 7:4 kamen die Roth/Schwabacherinnen zu einer
10:5 Halbzeitführung, die Trainer Dittrich wie folgt kommentierte: „ Fünf Tore
kriegen ist okay, aber nur zehn werfen, nicht“.


Entsprechend deutliche Worte fand der SG Coach dann auch in der Kabine. Das
Spiel sei noch nicht gelaufen, erklärte er seinen Handballerinnen, die in der Folge
mehr Gas gaben und die Fehlerquote niedrig hielten.
Da der Sieg nie in Gefahr war, konnte Richard Dittrich auch Spielerinnen der
zweiten Garde einsetzen, was aber den Wendelsteinerinnen auch nichts nutzte. Wie
Schon in der Vorrunde, als die Begegnung 15:31 aus ihrer Sicht endete, zogen sie
klar den Kürzeren.

 

Am Ende stand es nach einem zähen Spiel 22:14 für die SG, die damit nach wie vor nur eine Niederlage aus der Vorrunde zu Buche stehen hat.
Nach dem Spiel sprach der Coach von einem „Arbeitssieg“ , auf den in der kom-
menden Woche eine deutliche Steigerung folgen muss, wenn sich das Team gegen
Schnelldorf nicht unnötig schwer tun will. „ Da werden wir ein oder besser zwei
Briketts drauflegen müssen“, meinte Dittrich plakativ.

Mannschaftsaufstellung :
Alexandra Ernst, Nadine Maul und Stefanie Schwarz im Tor
Pamela Kerschbaum, Amelie Rapke (1), Janine Rotermundt, Nina Wirth, Sylvia Stöhr (3),
Katharina Kittler (4/2), Barbara Benz (1), Mira Schlegl (5), Bettina Schmidpeter (5),
Andrea Lehner (3).

 
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